Marketing vor Ort: Ein Blick hinter die Kulissen der GWF
12. Oktober 2026
10 Millionen Liter Wein. Eine neue Entalkoholisierungsanlage und jede Menge neue Ideen.
Marketing vor Ort bei der Winzergemeinschaft Franken (GWF)
900 Aktive Winzer. 10 Millionen Liter Wein im Jahr. 120 Mitarbeitende. Das sind schon ordentliche Zahlen, mit denen die Winzergemeinschaft Franken (GWF) hantiert.
Aber von vorne: Bei unserem „Marketing vor Ort“ durften wir einen Blick hinter die Kulissen der GWF werfen. Und da gab es einiges zu sehen. Rund 1.200 der insgesamt 6.000 Hektar fränkischen Rebfläche gehören zur Winzergemeinschaft. Während der Weinlese herrschte hier dieses Jahr drei Wochen lang Hochbetrieb. Und danach? Wird erst einmal drei Wochen geputzt. Auch das gehört offenbar zum Weingeschäft.
Dass die Produktionsstätte ziemlich groß ist, haben wir übrigens am eigenen Leib erfahren. Mehr als 7.000 Schritte kamen bei unserer Besichtigung zusammen. So viel Bewegung hatten wir bei einem Marketingabend auch noch nicht oft.
Alkoholfreier Wein – wie geht das eigentlich?
Schon zur Begrüßung zeigte sich mit einem alkoholfreien Secco, wie erfrischend die Zukunft schmecken kann. Passend dazu stand bei der Führung auch die neue Entalkoholisierungsanlage auf dem Programm. Denn die Weinbranche hat gerade einiges zu tun. Es wird weniger Wein getrunken, alkoholfreie Alternativen werden interessanter und die Ansprüche der Konsumenten verändern sich. Wie man einem Frankenwein möglichst schonend den Alkohol entzieht, konnten wir uns direkt vor Ort anschauen. Ziemlich beeindruckend, wie viel Technik dahintersteckt.
Und was macht das Marketing aus diesen Möglichkeiten?
Nach so viel Technik ging es um die Themen, die uns als Marketingclub natürlich besonders interessieren. Bernhard Etzel, geschäftsführender Vorstand, und Melanie Stumpf-Kröger aus dem Business Development sind beide seit Juli bei der GWF. Sie haben also noch einiges vor sich. Und offenbar auch einiges vor. Denn neben den Veränderungen im Weinmarkt beschäftigt die beiden vor allem die Frage, wie sich die GWF künftig präsentieren möchte.
Die GWF kennt in Franken vermutlich fast jeder. Aber seien wir ehrlich: Bei einer Marke mit so viel Tradition denkt man nicht unbedingt als erstes an einen modernen, frischen Auftritt. Und genau das zu verändern, dürfte eine ziemlich spannende Aufgabe werden. Wie schafft man es, die lange Geschichte und die regionale Verwurzelung zu bewahren und trotzdem neue Wege zu gehen? Und welche Rolle können dabei Produkte wie alkoholfreier Wein spielen?
Die beiden haben uns erzählt, welche Themen sie angehen möchten und wo sie Potenzial sehen. Wir sind jedenfalls neugierig, was sich bei der GWF in Sachen Marketing und Markenauftritt tun wird. Vielleicht dürfen wir ja nächstes Jahr wiederkommen und uns anschauen, was aus den Plänen geworden ist? Wir würden uns freuen!
Ein herzliches Dankeschön an Bernhard Etzel, Melanie Stumpf-Kröger und das gesamte GWF-Team für die Gastfreundschaft, die spannenden Einblicke und einen Abend, der uns nicht nur viele neue Erkenntnisse, sondern auch mehr als 7.000 Schritte beschert hat.
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