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KI-generiert – und jetzt? Was Marketeers über die Kennzeichnung wissen sollten

KI ist längst in unserem Arbeitsalltag angekommen. Wir erstellen Texte, bearbeiten Bilder, generieren Visuals oder produzieren Videos mit KI-Unterstützung. Aber wann müssen wir eigentlich kenntlich machen, dass KI im Spiel war? Darum ging es bei unserem Online-Vortrag „KI-Kennzeichnung & Marketing“ am 16. September. Rund 35 Mitglieder und Gäste waren dabei – und die vielen Fragen während des Abends haben gezeigt: Das Thema beschäftigt uns alle.

Art. 50 KI-VO – sehr verständlich erklärt
Mit Regina Gabel, Rechtsanwältin und Partnerin bei PINK FORK Rechtsanwälte, hatten wir eine Expertin an unserer Seite, die es geschafft hat, ein rechtlich durchaus komplexes Thema sehr verständlich und praxisnah zu erklären. Dabei ging es nicht nur um die Frage, was bei KI-generierten Bildern, Videos und Texten gekennzeichnet werden muss und wie eine solche Kennzeichnung konkret aussehen kann. Regina erklärte vor allem auch das „Why“ dahinter.

Der Gedanke hinter der Kennzeichnungspflicht ist eigentlich ganz einfach: Wir sollen erkennen können, wenn KI Inhalte erzeugt oder verändert hat, die wir für real halten könnten. Entscheidend ist also, ob ein KI-Inhalt einen Bezug zur Realität hat und geeignet ist, uns zu täuschen – auch wenn das gar nicht beabsichtigt ist.

Welches Bild muss gekennzeichnet werden?
Besonders anschaulich wurde es anhand konkreter Bildbeispiele. Regina zeigte verschiedene Motive und ließ uns zunächst selbst einschätzen: Kennzeichnungspflichtig – ja oder nein? Und spätestens da wurde klar: Ganz so einfach, wie man zunächst denkt, ist es nicht.

Neben den allgemeinen Grundsätzen ging es deshalb auch um die Fälle, bei denen man genauer hinschauen muss, mögliche Fallstricke und natürlich um die ganz praktische Frage: Wie setzen wir das künftig in unserem Marketingalltag um? Das war eine sehr gelungene Mischung aus rechtlichem Hintergrund, konkreten Beispielen und gemeinsamer Diskussion.

Kleiner Schmunzler: Ein offensichtlich KI-generiertes Bild mit einem UFO am Himmel. Das dürfte wohl kaum jemand für eine Abbildung der Realität halten – also keine Kennzeichnung nötig. Und was ist mit denen, die an UFOs glauben?

Es geht nicht nur darum, was man muss
Ein Gedanke ist uns besonders hängen geblieben: Transparenz beim Einsatz von KI ist nicht nur eine rechtliche Frage. Es geht auch darum, wie wir als Unternehmen und Marketeers mit unserer Zielgruppe kommunizieren. Eine nachvollziehbare Kennzeichnung kann dazu beitragen, Vertrauen zu erhalten – gerade in einer Zeit, in der immer schwieriger zu erkennen ist, was real, bearbeitet oder vollständig KI-generiert ist. Dass das Thema einen Nerv getroffen hat, zeigte sich spätestens in der Fragerunde. Es gab so viele Fragen und Diskussionspunkte, dass wir vermutlich problemlos noch den ganzen Abend hätten weitermachen können.

Wissen, das am nächsten Arbeitstag weiterhilft
Genau solche Veranstaltungen möchten wir unseren Mitgliedern und Interessenten bieten: aktuelle Themen, hochkarätige Expert*innen und vor allem Wissen, das sich ganz konkret in den Berufsalltag mitnehmen lässt. Denn KI nutzen inzwischen fast alle von uns. Umso wichtiger ist es, nicht nur die Möglichkeiten der Technologie zu kennen, sondern auch zu wissen, in welchem rechtlichen Rahmen wir uns damit bewegen.

Ein riesiges Dankeschön geht an Regina Gabel für diesen verständlichen, kurzweiligen und praxisnahen Abend. Und nach den vielen Fragen sind wir ziemlich sicher: Das war nicht unser letzter Abend rund um KI.

Transparenz beim Einsatz von KI ist nicht nur eine rechtliche Frage. Es geht auch darum, wie wir als Unternehmen und Marketeers mit unserer Zielgruppe kommunizieren. 

Transparenz beim Einsatz von KI ist nicht nur eine rechtliche Frage. Es geht auch darum, wie wir als Unternehmen und Marketeers mit unserer Zielgruppe kommunizieren. 

Regina Gabel, Rechtsanwältin und Partnerin bei PINK FORK Rechtsanwälte

Regina Gabel, Rechtsanwältin und Partnerin bei PINK FORK Rechtsanwälte

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